Das Programm

Die Akteure

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Das Programm

Hintergrund und Ziele

Sachsen zählt zu den städtereichsten Regionen Mitteleuropas. Die langsam über Jahrhunderte hinweg gewachsenen Städte haben sich mit der industriellen Revolution seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in extrem kurzer Zeit weiterentwickelt und seitdem weiter ausgedehnt – dies hat Räume mit intensivster Flächennutzung und funktionalem Nutzungsgeflecht entstehen lassen. Nach einem weiteren Wachstumsschub Anfang der 1990er Jahre wurden Siedlungsflächen schnell und vielfach über einen Bedarf hinaus erweitert.

Heute steht Sachsen inmitten eines strukturellen wirtschaftlichen und demographischen Wandels. Brachflächen sind ein räumliches Phänomen. Sie sind das Symbol des anhaltenden Strukturwandels und Indikator eines Flächenüberangebots. Der Umfang industrieller Brachflächen wird auf ca. 18.000 ha geschätzt, wovon die insgesamt 7.000 ha innerstädtischer Brachen besonders ins Gewicht fallen (1).

Die Revitalisierung von Brachflächen
Die Brachflächenrevitalisierung setzt - scheinbar vordergründig - am räumlichen Aspekt dieser Entwicklungen an. Sie steht symbolhaft für einen Neuanfang auf ehemaligen Standorten mit eigener Geschichte und Status, häufig auch mit guten infrastrukturellen Voraussetzungen, besonderer Lagegunst und urbanen Qualitäten. Die Brachflächenrevitalisierung zielt auf eine Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Städten und auf eine Verbesserung der Umweltsituation. Das Flächenrecycling muss sich jedoch auch mit den Belastungen der Vergangenheit in Form von Altlasten, maroder Bausubstanz, rechtlichen Restriktionen, Kosten- und Finanzierungsfragen u. a. auseinandersetzen. Brachflächenrevitalisierung ist eine komplexe Planungsaufgabe, sie muss in einer integrierten Handhabung durch Kommunen angegangen werden (2).

Das Programm und Zielgruppe

Es werden im Rahmen des Operationellen Programms des Freistaats Sachsen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Ziel "Konvergenz" in der Förderperiode 2007 bis 2013 Maßnahmen der Revitalisierung von Brachflächen gefördert.

  • Was wird konkret gefördert?

    Im Programm sollen zielgerichtete Projektideen zur Revitalisierung von Brachen entwickelt und realisiert werden. Voraussetzung ist, dass sie auf einen nachhaltigen (Struktur)Wandel der städtischen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung abzielen.

  • Wer kann gefördert werden?

    Kommunale Gebietskörperschaften sind aufgefordert, und unter bestimmten Voraussetzungen auch mit privaten Eigentümern, Projekte in die Tat umzusetzen.

  • Wozu dient die Förderung?

    Es geht um langfristige und nachhaltige Entwicklungen, wie sie oftmals der Markt kurzfristig nicht initiieren kann. Gegenstand einer Förderung sind die allzu oft langjährigen Problemfälle, von denen keine unmittelbar ausgehende Eigenentwicklung am Standort zu erwarten ist oder die dort belassen als zusätzliches  Hemmnis weitere Entwicklung verhindern. Es geht darum, Entwicklung - ökologisch, städtisch, wirtschaftlich-strukturell - vorzubereiten oder dort, wo entsprechende Voraussetzungen dafür gegeben sind, auch konkret mit zu initiieren. Es geht dabei manchmal - wie einzelne Beispiele zeigen - auch darum, Baugeschichte zu sichern.

  • Förderkonditionen nachsehen: VwV Stadtentwicklung 2007 bis 2013

    (1) inkl. militärischer Brachflächen; Landesamt für Geologie, Desden, 2004
    (2) IfS GmbH, Durchführungsbericht, Berlin, 2005

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